LED-Flutlicht in Ramsau: „Chronologie des Lichtes“

Seit September brennts im Ramsau, das neue LED-Flutlicht! Wenn es auch in Coronazeiten manchmal unnütz erscheint, ein paar Spiele und Trainings hat es schon beleuchtet.

Es war ein langer Weg bis zur Umsetzung. Die Idee zur Flutlichtsanierung mit den alten energiefressenden Dampfstrahlernund wurde schon vor sechs Jahren von Peter Peckmann der Vorstandschaft der DJK-SG Ramsau vorgeschlagen. Damals war das alles noch zu teuer und für den Verein nicht machbar.

Außerdem hatte man finanziell noch am Sportheimbau zu „knabbern“. Aber das Flutlicht entsprach eigentlich auch nicht den Wettkampfbedingungen.

Mit der Zeit fielen die Preise für LED-Lampen und die Fördermaßnahmen vom Bundesministerium für Umwelt (25%), Bayer. Landessportverband (Erhöhung der Förderung von 20% auf 45%) und ein Zuschuss vom DJK-Verband erleichterten die Entscheidung der Vorstandschaft die Sanierung anzugehen.

Als dann noch das Flutlicht in einem heißen Bezirksligaspiel 12.10.2017 vor 550 Zuschauern gegen TSV Wasserburg wegen Überlastung (hier ist nicht unser Team gemeint!) ausfiel, war es dann soweit. Das Spiel konnte noch fortgesetzt (und 2:1 gewonnen!) werden und die Planung für das neue Flutlicht begann in den folgenden Wochen.

Winhöring u.a., wurden Angebote eingeholt und die Unterschiede in Bauweise und Preis studiert. In 2019 wurde dann die Entscheidung getroffen, die Fa. Hudson GmbH für die LED-Installation zu beauftragen.

Viel Eigenleistung war gefragt: SG-Vorstand Peter Semmler (rechts), Fußballchef Hardl Hundschell und viele fleißige Helfer packten an und nach 250 ehrenamtlichen Arbeitsstunden stand das neue Flutlicht in Ramsau

Nach geplanten Vorgaben des Bayerischen Fußballverbandes sollten Flutlichtanlagen auf Bezirksniveau in Zukunft min. 150Lux aufweisen. Desweiteren wurde entschieden, statt der bisherigen sechs Masten (nur 10m Höhe), auf ein 4-Mast-System mit 16m Lichthöhe zu gehen, zwecks besserer Ausleuchtung.

Dazu waren natürlich neue Flutlichtmasten und Fundamente notwendig. Nach den Zusagen der finanziellen Förderungen und Zustimmung in der Jahreshauptversammlung (2019) wurden noch die Angebote für Elektrik, Erdarbeiten u. Fundamentbau eingeholt.

Nachdem die Vorstandschaft grünes Licht zu knapp 80.000€ Bausumme gegeben hat, wollte unser „Baumeister“ Leonhard Hundschell in diesem Sommer nicht länger warten und sagte: „Das müssen wir jetzt sofort anpacken, sonst wird das im Corona-Lockdown und in der Sommerpause nix mehr!“

Gesagt, getan. Wenn Hartl anpackt dann rührt sich was! Hier unter seiner Führung der chronologische Ablauf der Flutlichtsanierung:
22.7.20: Der Bagger kommt! Löcher für Fundamente ausgehoben.
bis 31.7.20: Fundamente für die inzwischen gelieferten Masten betoniert.
1.8.20: alle 4 neuen Flutlichtmasten gesetzt.
im August´20: Elektriker legen Strom und schaffen die Vorraussetzungen für die Installation der LED-Strahler. Die 6 alten Masten wurden abgebaut.
29.8.20: Montage LED-Strahler (Fa. Hudson). Bei Sauwetter! Ausrichtung nicht mehr möglich.
12.9.20: Einstellen/Ausrichtung der LED-Strahler (bis Nachts um halbe eins!)
15.9.20: erstes Training des Herrenteams.
3.10.20: erstes Flutlichtspiel!

Herzlichen Dank allen ehrenamtlichen Helfern, die in ca. 250 Arbeitsstunden mit angpackt haben!!!

Ebenso ein großes DANKE an die beteiligten Firmen:

Hudson GmbH: LED-Flutlicht
Andres Lohmaier Bau: Fundamentbau
Stephan Baumgartner: Elektrik
Anton Schöberl: Erdarbeiten
Kraftwerke Haag: Flutlichtmasten
Ing.-Büro Leonhard Grundner: Statik usw.
Ing.-Büro Helmut Schmitt: Planerstellung
Leonhard Hundschell: Bauleitung

Daten zur Flutlichtanlage:
Baukosten: ca. 82.000 €
Bauzeit: 5 Wochen
Hauptplatz: 150Lux-Anlage auf 4 Masten; 16m Lichtpunkthöhe. 12 LED-Flutlichtstrahler á 1000W.
Nebenplatz: 75Lux-Anlage auf 4 vorhanden Masten, Lichtpunkthöhe 10m. 4 LED-Flutlichtstrahler á 600W.
Lebensdauer: 50.000 Std.
LED-Lichtpunkte: 144 (Haupt- u. Nebenpl.)
Energieverbrauch bei Vollast: 3.969 kW/h
Jährl. Stromeinsparung: 14.356 kWh/a
Durchschnittliche Stromeinsoarung: 74,15 %
CO2-Einsparung nach 20 Jahren: 169,4 t
(Berechnung bei 550 Betriebsstunden/jährl.)

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Bericht von Peter Peckmann